Die Aufgaben des Notars

"Mehr Notar, weniger Richter".

Mit diesen Worten hat ein berühmter Jurist (Carnelutti) die wesentliche Funktion des Notars (und damit die wichtigste diesem kraft Gesetzes anvertraute Aktivität) definiert. Je besser der Notar daher seine Arbeit verrichtet – das heißt, den Willen der vertragschließenden Parteien (bzw. der Personen) ermittelt und interpretiert und die entsprechenden Klauseln gesetzmäßig und klar herausarbeitet, umso weniger besteht die Notwendigkeit, vor Gericht zu gehen (und umso geringer ist das Risiko, dass die notarielle Urkunde Ursache einer Klage wird).

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Die Zuständigkeit des Notars

Ein Notar ist ein Amtsträger mit der Aufgabe Rechtshandlungen unter Lebenden (d.h. Verkäufe, Tauschgeschäfte, Teilungen, Darlehen usw.) und den letzten Willen (d.h. Testamente) aufzunehmen, diesen öffentlichen Glauben zu verleihen, diese zu verwahren und von diesen Kopien, Bestätigungen (und folglich Zusammenfassungen) sowie Auszüge  (d.h. Teilkopien) anzufertigen (Art. 1 Notarsgesetz). Die vom Notar ausgestellte Urkunde ist eine öffentliche Urkunde, da der Notar berechtigt ist, dieser öffentlichen Glauben zu verleihen (folglich ist dieser eine Amtsperson). Als solcher hat dieser eine besondere gesetzliche Wirksamkeit: was der Notar in der notariellen Urkunde bestätigt (Beispiel: was er den Parteien vorgelesen hat, oder was eine Person getan oder vor diesem per Unterschrift erklärt hat) stellt einen vollen Beweis dar (d.h. ist als wahr zu betrachten, auch vor dem Richter), es sei denn, es wurde ein Fälschungsdelikt festgestellt. Das Gesetz schreibt für diejenigen Urkunden und Verträge eine notarielle Urkunde vor, für die es ein höchstes Maß an Rechtmäßigkeit, Identität der Parteien und Übereinstimmung mit deren Willen vorsieht und misst diesen ein hohes Gewicht bei: - wegen deren wirtschaftlich-sozialem Inhalt oder wegen deren Komplexität

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Das Persönliche Verhältnis Zwischen Notar Und Parteien

Nach dem Gesetz "ist es Aufgabe des Notars, den Willen der Parteien zu ermitteln und die vollständige Ausstellung der Urkunde persönlich zu leiten" (Art. 47 Notarsgesetz). Der Notar muss den Willen der Parteien gründlich und vollständig durch Fragen und Informationsaustausch erkunden und auch die Motive und möglichen Änderungen des sich diesem darstellenden Willens in Betracht ziehen

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